Stand: Juni 2026

Handy am Steuer: Bußgeld und Punkte

Schon das kurze Aufnehmen des Geräts genügt für den Vorwurf. Was es kostet und wann mehr droht.

Das Wichtigste in Kürze
  • Die einfache Nutzung kostet 100 Euro und einen Punkt.
  • Mit Gefährdung 150 Euro, zwei Punkte, ein Monat Fahrverbot.
  • Mit Sachbeschädigung 200 Euro, zwei Punkte, ein Monat.
  • Auch die Nutzung im Stand mit laufendem Motor ist erfasst.
Was als Nutzung gilt

Erfasst ist jedes Aufnehmen oder Halten eines elektronischen Geräts während der Fahrt. Ob im Einzelfall eine verbotene Nutzung vorliegt, hängt von der konkreten Handlung ab und ist damit ein möglicher Ansatzpunkt für die Prüfung. 

Folgen und Ausnahmen

Bei Gefährdung oder Sachbeschädigung steigen Bußgeld und Punkte, dazu kommt ein Fahrverbot. Zulässig ist die Bedienung nur, wenn das Gerät nicht aufgenommen wird, etwa über eine Halterung, und auch dann nur per Sprachsteuerung oder kurzem, situationsangepasstem Blick.

Was Sie jetzt tun sollten
  1. 1

    Frist notieren

    Sie haben zwei Wochen ab Zugang des Bescheids bis dieser bestandskräftig wird. Verlieren Sie keine Zeit.

  2. 2

    Akteneinsicht

    Wir nehmen für Sie Akteneinsicht. Messung, Eichung und Beschilderung durch uns prüfen lassen. Viele Bescheide sind fehlerhaft!

  3. 3

    Prüfen lassen

    An den Schwellen zu Punkt und Fahrverbot besonders sinnvoll.

Bescheid bekommen? Ob sich etwas machen lässt, hängt fast immer vom Einzelfall ab. Ein kurzer Check zeigt es für Ihre Situation.

Einspruch prüfen
Häufige Fragen

Ja, aber nur, wenn Sie es weder aufnehmen noch halten – zum Beispiel fest in einer Halterung. Auch dann gilt: nur Sprachsteuerung oder ein kurzer, situationsangepasster Blick.

Bei laufendem Motor in der Regel ja.

150 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot.

Oft ja, weil der Tatvorwurf häufig Auslegungssache sein kann.